Die Rettungskarte

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Bei einem Verkehrsunfall zählt jede Minute

Die Ersthelfer leisten den ersten Beitrag, damit keine wertvolle Zeit verloren geht: durch ihren schnellen und präzisen Notruf. Mindestens genauso wichtig: das richtige Verhalten der Ersthelfer am Unfallort. Sichern Sie als erstes die Unfallstelle gegen den nachfolgenden Verkehr ab. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Situation und setzen Sie einen Notruf ab. Leisten Sie Erste Hilfe! Sie können dabei nur einen Fehler machen: nicht zu helfen.
Den zweiten Beitrag leisten die Autofahrer. Die Feuerwehr kommt schneller zum Einsatzort, wenn sie bei der Alarmfahrt freie Bahn hat. Achten Sie als Autofahrer auf Blaulicht und Martinshorn und schaffen Sie Platz für die Einsatzfahrzeuge. Auf der Autobahn ist deshalb die Bildung einer Rettungsgasse äußerst wichtig! Lesen sie zu diesem Thema: Freie Fahrt für Ihre Feuerwehr!

 

Goldene StundeDie sogenannte Goldene Stunde der Notfallmedizin bezeichnet die Zeitspanne, nach der die Überlebenswahrscheinlichkeit von schwer verletzten Unfallopfern sehr schnell sinkt. Bis dahin muss der Patient das Krankenhaus erreicht haben. Aus der Analyse von Unfallstatistiken fand man heraus, dass ein gesunder Körper die Unterversorgung der Organe etwa eine Stunde überstehen kann. Bei schweren Verletzungen schützt sich der menschliche Körper selbst, indem nur noch die wichtigsten Organe wie Gehrin und Herz versorgt werden.

Bis Feuerwehr und Rettungsdienst am Unfallort eintreffen, ist das erste Drittel dieser Stundebereits abgelaufen. Die folgenden 20 Minuten werden für die Erstversorgung und Rettung der eventuell eingeklemmten Personen benötigt. Die letzten 20 Minuten gehören dem Rettungsdienst zur Stabilisierung und zum Transport der Verletzten ins Krankenhaus.

Damit die technische Rettung in dieser Zeit auch bei stark deformierten Fahrzeuge möglich ist, muss die Feuerwehr äußerst systematisch vorgehen. Die Ausbildung hilft uns dabei, die Situation richtig einzuschätzen und entsprechend zu handeln. Die Vielzahl an verschiedenen Fahrzeugtypen und vor allem die versteckten Karosserieverstärkungen, hochfeste Materialien und zahlreiche Airbags sind ein großes Problem.

 

Einsatz für die Rettungskarte

Beispiel einer RettungskarteBeispiel einer RettungskarteHier kommt die Rettungskarte ins Spiel. Auf der Rettungskarte sind für die Feuerwehr wichtige Informationen passend zu Ihrem Fahrzeugtyp übersichtlich eingezeichnet. So können sich die Retter schnell orientieren, müssen nicht aufwendig Verkleidungen entfernen oder eventuell erst einmal den richtigen Rettungsleitfaden aus den eigenen Unterlagen suchen.

Das richtige Erkennen des passenden Fahrzeugtyps erschwert diese Suche zusätzlich. Ist jedoch eine Rettungskarte im Unfallfahrzeug vorhanden, kann sofort mit der Befreiung begonnen werden - wichtige Zeit geht nicht verloren.

RettungskarteDamit die Helfer erkennen können, dass eine Rettungskarte mitgeführt wird, bietet der ADAC in seinen Geschäftsstellen die Aufkleber "Rettungskarte im Fahrzeug" an. Am Besten bringen Sie diesen Aufkleber auf der Fahrerseite am unteren Rand der Frontscheibe an. Dort kann er schnell entdeckt werden und wird bei einem Unfall meist nicht beschädigt. Die Rettungskarte selbst gehört hinter die Sonnenblende des Fahrers - am Besten in einer passenden Schutzhülle.

 

info

Sie können sich die Rettungskarte für Ihr Fahrzeugmodell passend selbst ausdrucken. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des ADAC unter:

www.rettungskarte.de

Wichtig: drucken Sie die Rettungskarte im Format DIN A4 in Farbe aus und bringen Sie sie zweimal gefaltet hinter der Fahrersonnenblende an - am Besten mit einer passenden Schutzhülle. Einen Hinweisaufkleber für die Frontscheibe erhalten Sie in Ihrer nächsten ADAC-Geschäftsstelle.

Wenn Sie sich bei der genauen Bestimmung Ihres Fahrzeugtyps unsicher sind, fragen Sie einfach bei Ihrer Autowerkstatt oder Ihrem Autohändler nach.

 

 


Hier sehen Sie ein Informations-Video des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt zur Rettungskarte:

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