Erste-Hilfe-Tipps

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Grundsätzliches zur Ersten Hilfe

Erste-Hilfe-KofferEin Verbandskasten sollte in keinem Haushalt fehlen!Stellen Sie sich die folgende alltägliche Situation vor:
ein Radfahrer hat einen Schwächeanfall, stürzt vor Ihnen und blutet nun stark am Arm.

Wie würden Sie in dieser Situation reagieren?

Haben Sie alles parat, was Sie im Erste-Hilfe-Kurs gelernt haben? - Vielleicht.
War Ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs vor mehr als 10 Jahren? - Laut Statistik sehr wahrscheinlich!

 

Dennoch ist es wichtig, schnell zu helfen.

  • Treten Sie aus der Menge heraus - ergreifen Sie die Initiative!
  • Bitten Sie weitere Passanten aktiv um ihre Mithilfe - dazu gehört auch das Fernhalten von Schaulustigen.
  • Haben Sie keine Angst davor, etwas falsch zu machen - denn es ist schlimmer, wenn Sie überhaupt nicht handeln.
  • Bleiben Sie ruhig und handeln Sie besonnen - Ihre Unruhe oder Hektik überträgt sich sowohl auf den Patienten als auch auf "Mithelfer".
  • Bringen Sie den Verletzten wenn möglich aus der Gefahrenzone - runter von der Straße oder raus aus dem Auto.


"Schaden können Sie vor allem anrichten, wenn Sie nicht helfen."

 

Frischen Sie Ihr Wissen regelmäßig auf, um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein!
Das Rote Kreuz und weitere Hilfsverbände bieten viele günstige Sofortmaßnahmen-Kurse an - auch zur Auffrischung.

Erste-Hilfe-Kurse des Bayerischen Roten Kreuz - Kreisverband Augsburg-Land

 

Unsere "kleinen" Erste-Hilfe-Tipps

Wenn Sie Erste Hilfe leisten, denken Sie bitte immer an Ihre eigene Sicherheit.
Dazu gehören immer Infektionsschutzhandschuhe (Einmalhandschuhe).
Sollte der Unfall im Straßenverkehr passiert sein, sichern Sie zuallererst die Unfallstelle ab, z.B. mit Warndreieck und Warnblinker und tragen Sie eine Warnweste! Beginnen Sie erst dann mit der Hilfeleistung.

Verwenden Sie gleich nach der Wundreinigung ein spezielle Wunddesinfektionsmittel. Sie sollten dieses immer griffbereit in Ihrer Hausapotheke bereithalten. Ihre Apotheke berät Sie bei der richtigen Auswahl und Anwendung der Produkte.
Prüfen Sie bei allen offenen Wunden, ob Ihre Tetanus-Impfung (Wundstarrkrampf) noch wirksam ist. Fragen Sie im Zweifel bei Ihrem Arzt nach.
Beobachten Sie die Wunde bei der Heilung. Wird diese dick oder rötet sich, liegt möglicherweise eine Infektion vor - Sie sollten das sofort untersuchen lassen.

Lassen Sie Schnittverletzungen, die länger als 1cm sind, tiefe Schnittverletzungen und Stichwunden immer von einem Arzt behandeln. Sollten sich noch Fremdkörper in der Wunde befinden, ist das ebenfalls ein Fall für den Arzt! Sorgen Sie in diesem Fall für eine keimfreie Abdeckung der Wunde, z.B. mit speziellen Kompressen aus dem Verbandskasten.

Kleine Schnittwunden, die nicht stark bluten, können Sie ohne Bedenken selbst behandeln. Lassen die Sie Wunde noch eine kurze Zeit leicht bluten, damit eventuelle Verunreinigungen ausgespült werden können. Nach der Desinfektion der Wundränder mit einem sog. Antiseptikum können Sie die Wunde mit einem Pflaster zusammenhalten und abdecken.

Die Wunde vorsichtig mit desinfizierendem Mittel abtupfen. Nicht mit Wasser reinigen und auch keine Puder oder Salben auftragen! Lassen Sie die Wunde wenn möglich an der Luft trocknen, bis sich Schorf gebildet hat. Wenn die Gefahr besteht, daß die Wunde verschmutzt, decken Sie sie mit einer sterilen Wundauflage ab und fixieren diese mit Mullbinden.
Achtung: Watte, Zellstoff oder Mullbinden eignen sich nicht als direkte Wundauflage. Sie beeinträchtigen die Wundheilung, weil sie fusseln oder mit der Wunde verkleben können.

Kleine Schürfwunden heilen meist relativ schnell an der Luft, bei größflächigen Abschürfungen wenden Sie sich bitte an einen Arzt.

Verwenden Sie bei Verbrennungen und Verbrühungen bitte keine Hausmittel!

Bei Verbrühungen die nasse Kleidung sofort entfernen. Kleidung, die in der Wunde klebt, darf nur der Arzt entfernen.
Kleinere leichtgradige Verbrennungen oder Verbrühungen zum Kühlen max. 10-15 Minuten unter fließendes, nicht zu kaltes Wasser halten. Zur Nachbehandlung können Sie später bei Bedarf ein spezielles Brandgel aus der Apotheke auftragen.
Sollten sich Blasen bilden, decken Sie die Wunde großflächig und locker mit einer spezielle Brandwundenauflage ab und gehen Sie sofort zu einem Arzt. Brandblasen nicht aufstechen.
Bei schweren Verbrennungen (schwarze Haut) oder sind größere Körperpartien betroffen, unbedingt sofort den Notarzt rufen. Schwere Verbrennungen führen häufig zu einem Schock.

Bringen Sie den Patienten in die Schocklage:

Schocklage

Legen oder halten Sie die Beine des Patienten hoch, um den Kreislauf zu unterstützen. Beruhigen Sie den Patienten, halten Sie ihn warm. Kontrollieren Sie ständig Puls und Atmung.


 

Der Deutsche Feuerwehrverband stellt auf seiner Homepage regelmäßig kurze Artikel zu unterschiedlichen Bereichen zum Thema Erste Hilfe vor:

"Erste Hilfe kompakt" beim Deutschen Feuerwehrverband

Eine umfangreiche Sammlung von Tips hat auch die Apotheken-Umschau zusammengestellt:

Erste Hilfe leisten - so geht es

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