Geschichten um die Feuerwehr Königsbrunn

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Die Feuerwehrauflage

Jedes Feuerwehrmitglied hatte die Pflicht, einmal im Monat den Betrag von 0,50 DM zu entrichten. Dieser Beitrag war eine Bringschuld und musste an einem festgesetzten Sonntagnachmittag im Vereinslokal Krone beim Kassier abgeliefert werden.

Diesen Vorgang nannte man "Auflage." Sie war bei den Feuerwehrlern auch deswegen so beliebt, weil sie dann am Sonntag Nachmittag frei bekamen und einen Grund hatten, in die Krone zu gehen. Manche Ehefrau erinnerte gar ihren Göttergatten daran, dass die Pflicht ruft: "Heut is fei Auflag, da mußt du zum Uhl gehen!"

Die "Auflagen" gingen in aller Regel weit über die Pflichten der Bringschuld hinaus und dauerten bis tief in die Nacht. Dabei wurden beim Schafkopfen oder 66ern für heutige Begriffe Unmengen an Gerstensaft vernichtet. Auf der Rückseite der Schiefertafel standen beim 66ern die getrunkenen Maß und auf der Vorderseite die ausgespielten. Weil am Anfang der Durst immer größer war als die Spielgeschwindigkeit, kam ein Überhang zustande, den einzuholen eben bis tief in die Nacht dauerte, da zwischenzeitlich natürlich weitergetrunken und die Spielgeschwindigkeit dadurch auch nicht schneller wurde.

 

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Einsatzlose Zeit bedauert

Zu der Zeit, als Sylvester Lehle Vorstand und der "Glaser Richl" (Ulrich Schmied) Kommandant waren, gab es noch große Probleme beim Löschen, weil das Wasser erst mit dem Kübel aus den Brunnen gezogen und in die Spritze geschüttet werden musste.

Man war dennoch mit Feuereifer bei der Sache und der Kommandant nahm seine Aufgabe sehr ernst. Er war vor dem Krieg gewählt worden und weil er nicht mehr in den Krieg musste, auch geblieben. Jedes neue aktive Mitglied nahm er mit verpflichtendem Handschlag in die Wehr auf. Nach dem Krieg begann er, dabei gelegentlich zu zittern. Dabei wackelte sein Kopf und mancher junge Feuerwehrler geriet in Verwirrung, wenn der Kopf des Kommandanten beim verpflichtenden Handschlag eine Neinbewegung machte.

In einer Generalversammlung musste er mitteilen, dass für die Wehr kein Einsatz nötig war. Er sagte: "Leider hat es im vergangenen Jahr nicht gebrannt."

Die "Feuerwehrauflage" und "Einsatzlose Zeit bedauert" wurden erzählt von Ehrenmitglied Fritz Wohlfarth.

 

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Geselliges

FaschingsballFaschingsball im Zellersaal

In einer Vereinigung, deren Mitglieder sich dem Wohle des Nächsten und der Gemeinschaft verschrieben haben, ist die Pflege der Kameradschaft und der Geselligkeit eine Selbstverständlichkeit.

Dies war von Anfang an so und kam durch die regelmäßigen Weihnachtsfeiern und Ausflüge, aber auch besonders durch die monatlichen "Auflagen" zum Ausdruck.

Dazu gehörten natürlich auch die Faschingsbälle. Der erste ist für den "29. Jänner 1882" vermerkt: "Ballfeier, die Feuerwehr rückte vollständig ummontiert zum Ball, unterhielt sich sehr vergnügt und anständig. Der Abend verlief nur zu schnell."

Zu den geselligen Veranstaltungen gehörte auch das Theaterspielen. Das erste Stück wurde in der Weihnachtsfeier am 25. Dezember 1925 aufgeführt. Mit wenigen (kriegsbedingten) Unterbrechungen wurde bis 1965 insgesamt 27 mal mit großem Erfolg gespielt.

Das letzte Stück war "Das Wetterleuchten am Sonnleitnerhof". Die Chronik berichtet davon, daß der Gemeindesaal immer ausverkauft war. Aber schließlich konnte diese herrliche Tradition mit dem Fernsehen nicht mehr konkurrieren.

 

Soziales

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr waren nicht nur von Seiten des Staates abgesichert, die Kameraden unterstützten sich auch gegenseitig. Es ist verschiedenen Einträgen im Beschlussbuch zu entnehmen, dass aus der Vereinskasse Kapital verliehen wurde. So wurde im Januar 1930 in einer Ausschusssitzung beschlossen, dass kein Kapital mehr ausgeliehen wird: "Wir beabsichtigen, unser Vereinsvermögen dem Raiffeisenverein zu überweisen und handeln nach demselben."

Allerdings scheint dies nicht sehr rigoros gehandhabt worden zu sein, denn in der Sitzung am 26. Juni 1932 wurde der Zins nochmals auf 5% erniedrigt und die Rückzahlraten auf 10% festgesetzt. Es sollte also niemand in Schwierigkeiten gebracht werden, was die Schuldner dankbar annahmen.

Seit 1906 wurde bei einem Todesfall den Hinterbliebenen ein Sterbegeld bezahlt. Dieses war nach Dienstjahren gestaffelt. Allerdings hatten diejenigen Mitglieder keinen Anspruch auf irgend eine Kasse, "welche mehr als 3 Auflagen rückständig sind."

 

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Kriegs- und Nachkriegszeit

GedenktafelGedenktafel im Feuerwehrhaus

Das Beschlussbuch der Freiwilligen Feuerwehr ist auch eine gute Quelle der Kriegsereignisse in Königsbrunn. Schließlich mußte die Wehr bei den Bombenangriffen ausrücken. In den Tätigkeitsberichten der Kriegsjahre sind auch die gefallenen Kameraden (insgesamt 6, 10 vermisst) und später die Heimkehrer aus der Gefangenschaft vermerkt, die bei jeder Versammlung oder Auflage besonders herzlich begrüßt wurden. Dem letzten noch in Gefangenschaft befindlichen Kameraden, Karl Müller, wurde an Weihnachten 1953 ein Weihnachtspaket geschickt. Jedoch am Dreikönigstag 1954 konnten sie mit ihm eine Wiedersehensfeier halten.

Den toten Kameraden der Kriege wird durch regelmäßige Teilnahme beim Volkstrauertag am Kriegerdenkmal gedacht. Ab 1891 waren auch die Teilnahmen an den Sedansfeiern vermerkt.

Denkmal für Gemeinsinn

So ergibt sich ein Eindruck des Lebens in der Nachkriegszeit, in der voller Optimismus die Aufgaben angepackt wurden. Die erste Gelegenheit, die sich bot, um ein eigenes Feuerwehrhaus zu bekommen, wurde beim Schopf gepackt.

"Am 28. Mai 1949 wurde auf Veranlassung des Herrn Bürgermeister durch den Kommandanten eine Versammlung einberufen. Herr Bürgermeister brachte den anwesenden 54 Wehrkameraden den Bau eines Feuerwehrhauses zur Kenntnis. In der anschließenden Aussprache fand dieser Bau endlose Zustimmung seitens der anwesenden Mitglieder. Mithilfe beim Bau sowie Vereinsangelegenheiten wurden noch besprochen."

Am 20. Mai abends 19 Uhr fand im Vereinslokal die Hebauffeier des neuen Feuerwehrhauses statt. Mit viel freiwilliger Mitarbeit auch von Seiten der Mitglieder war es der Gemeinde nun gelungen ein eigenes Feuerwehrhaus wo noch die Liegenschaften der Gemeinde untergebracht werden können, zu erstellen.

Altes FeuerwehrhausAltes Feuerwehrhaus bis 1972


"Nach altem Brauch sprach Brandmeister und zugleich Zugführer der 2. Gruppe der Wehr, Kamerad Wiedemann Hans Dankesworte an seine eigene Belegschaft sowie Dank allen freiwilligen Mithelfern. Feuerwehrkamerad und zugleich Bürgermeister Fritz Wohlfarth erstattete Bericht über die mühselige Kleinarbeiten bis zum Beginn des Baues. Nicht im Interesse einer politischen Gruppe oder einiger Persönlichkeiten, wurde das Werk erstellt, sondern zum Wohle der Gesamtgemeinde und seiner Bürger. Allen Mitarbeitenden dankend schloß er seine Ansprache. Besonderen Dank zollte er dem Zimmerpolier und Kamerad Miller Joseph sen. u. jun., sowie den Gebrüdern Stöckel. Kamerad Miller und Stöckel dankten für das Vertrauen das man Ihnen entgegen gebracht hatte. Kamerad Dreher dankte den zwei Herrn, sowie dem Brandmeister für den gegebenen Abend. Komandant Schmied dankte im Auftrage der Wehr allen freiwilligen Mithelfern, nun endlich ein eigenes Feuerwehrhaus zu haben."

Voller Stolz zogen sie in ihr gemeinsam geschaffenes Domizil. Als erstes war es ihnen ein Bedürfnis, als Zeichen ihres Gemeinschaftsgeistes eine Gedenktafel mit den Namen der im Krieg gefallenen Kameraden am neuen Feuerwehrhaus anzubringen. Heute noch kann dieses nunmehr "alte" Feuerwehrhaus als Symbol der Feuerwehrgemeinschaft und Denkmal des kommunalen Gemeinsinns angesehen werden.

 

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Auszug aus "Noch ein Stück von mir ..." von Fritz Wohlfarth (Ehrenmitglied der FFW Königsbrunn)

"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr"

In den Jahren nach dem Kriege 1870/71 wurden in unseren Landen allenthalben die örtlichen Feuerwehren ins Leben gerufen. Es waren aber nicht überall die gleichen Voraussetzungen, um hier erfolgreich wirken zu können.

In Königsbrunn zum Beispiel war kein Bach, kein See und keine Wasserleitung als Grundvoraussetzung für erfolgreiche Löschtätigkeit vorzufinden. Nur Handpumpen wurden angeschafft und Brunnen gegraben. Als Schuljunge weiß ich noch, daß wir interessiert zugesehen haben, wenn die Freiwillige Feuerwehr nach der Kirche am Sonntag ihre Übungen abhielt. Kommandant und Gruppenführer waren meistens Unteroffiziere oder Feldwebel aus dem Kriege.

Da keine Löschgeräte und kein Wasser zur Verfügung standen, beschränkten sich die Übungen auf militärisches Exerzieren, also Grund- und Formalübungen.

Diese fanden meistens auf der gemeindeeigenen Wiese hinter dem Rathaus statt. Einmal konnte ich beobachten, daß einem Feuerwehrtrupp nicht rechtzeitig ein Links- oder Rechtsschwenkt-Marsch-Kommando gegeben wurde, so daß die Übenden dem Befehl folgend einfach über den Zaun beim Nachbarn Heiß geklettert waren, um so das gegebene Kommando auszuführen. Sie landeten dabei auf dem sorgfältig angelegten Misthaufen und es gab daher keine Verletzungen.

Erst vor dem Zweiten Weltkrieg wurde die erste Motorpumpe durch die Gemeinde angeschafft. Bei einem Luftangriff mit Spreng- und Brandbomben im Norden von Königsbrunn am 4. November 1944 erfolgte dann auch der erste Großeinsatz.

Nach meiner Entlassung aus der Internierung meldete ich mich bei der Generalversammlung im Januar 1946 zur Freiwilligen Feuerwehr unter dem Kommandanten Ulrich Schmied und dem Vorstand Silvester Lehle, um in Zukunft bei der Wehr mitzuhelfen. Als ich 1948 zum Bürgermeister gewählt wurde, habe ich mir sofort vorgenommen, nach Möglichkeiten zu suchen, der Wehr aus ihrem Dilemma von Wasser- und Raumnot zu helfen. Da in Königsbrunn für keinerlei Gerätschaften eine Unterkunft vorhanden war, blieb nichts anderes übrig, als hier anzufangen.

Als nach dem Kriege ein Teil der Liegenschaften des Flugplatzes Lechfeld buchstäblich geschleift wurde, habe ich sofort alle Königsbrunner Bürger und Bauern aufgerufen, entsprechendes Baumaterial wie Ziegelsteine, Balken und Dachplatten in Selbsthilfearbeit zu holen und zu stapeln. Auch der Gemeinderat beschloß dies und arbeitete samt Bürgermeister mit Pickel und Schaufel am Bau des ersten Feuerwehrhauses und einer Liegenschaft für einen zukünftigen Bauhof. Maurer und Zimmerleute, meist aus der Wehr, stellten ihre Arbeitskraft kostenlos zur Verfügung. Königsbrunn begann in selten zu findender Eintracht in Selbsthilfe mit dem Wiederaufbau der Wirtschaft nach dem Kriege.

Als im Jahre 1952/53 in Königsbrunn die gemeindliche Wasserversorgungsanlage eingeführt wurde, begann für die Floriansjünger eine neue Ära. Die ersten motorisierten Löschfahrzeuge wurden angeschafft, und durch das ständige Anwachsen der Bevölkerung und damit der Gebäudeanzahl in Königsbrunn wurden sie immer mehr gefordert, sich der modernen Technik anzupassen. Schon 1968 mußte sie verstärkt werden. Mit der Aufstellung eines neuen Zuges der 2. Feuerwehrbereitschaft kam über den Katastrophenschutz ein Zuwachs von zwei Fahrzeugen. 1972 schon wurde durch den Stadtrat eine automatische Drehleiter und eine neue großzügige Feuerwehrliegenschaft mit Bauhof in Auftrag gegeben.

Heute stellt sich unsere Wehr als wohl bestausgerüstete Freiwilligentruppe im Landkreis den vielfältigen Aufgaben mit bester Ausbildung und natürlich auch mit Funkrufanlagen ausgestattet. Der Sicherheitszustand im Zusammenhang mit dem Brandschutz in unserer Stadt ist hervorragend. Man kann sich geradezu vorstellen, daß der Feuerwehrkommandant bei einer Generalversammlung den versammelten Wehrmännern sagen muß: "Leider hat es im vergangenen Jahr in Königsbrunn wieder nicht gebrannt." Wenn unsere Wehr ihr 125jähriges Gründungsfest begehen kann, so hat diese Truppe zwar nichts mehr mit den Gründerjahren zu tun, aber ohne eine glanzvolle und epochale Vergangenheit wäre auch unsere Wehr erst geschichtslos und in der Folge dann gesichtslos.

Es bleibt dabei,
unsere Feuerwehr löscht,
rettet und hilft.


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Augsburger Landkurier

Amts- und Anzeigenblatt für die Stadt Königsbrunn
39. Jahrgang, Nummer 4, Freitag, den 30. Januar 1970

Vertrauen zur Königsbrunner Wehr

Kreisbrandinspektor Schuster und Bürgermeister Metzner lobten den hohen Ausbildungsstand

Am Wochenende fand die 97. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen .Feuerwehr Königsbrunn statt. Vorstand Bartholomäus Meier konnte eine große Anzahl von Mitgliedern begrüßen. Sein besonderer Gruß galt dem zweiten Bürgermeister Adam Metzner, Kreisbrandinspektor Schuster und Amtsinspektor Matthias Feigl, sowie den Ehrenmitgliedern der Wehr.Den im vergangenen Jahr verstorbenen Wehrmitgliedern Ulrich Uhl und Georg Sohnle gedachte die Versammlung in einer Schweigeminute. Nachdem Schriftführer Prokscha das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung verlesen hatte, wurde der umfangreiche und Interessante Jahresbericht, ebenfalls durch den Schriftführer, vorgetragen.

Im Jahr 1969 wurden große Aufgaben von der Wehr erfüllt. Bei 56 abgehaltenen Übungen wurden von den Aktiven Wehrmännern jeweils 165.Dienststunden freiwillig geleistet, Neben diesen Übungsstunden mußten die Aktiven zu elf Brandeinsätzen im Ort, einem Einsatz im Rahmen der nachbarlichen Löschhilfe, sowie drei weiteren Einsätzen ausrücken, Der Besuch verschiedener Veranstaltungen stand ebenfalls auf dem Jahresprogramm. Es darf angenommen werden, daß der einzelne aktive Feuerwehrmann im vergangenen Jahr ca. 200 Dienststunden geleistet hat. Eine sehr beachtliche Leistung im Rahmen des Jahresprogramms. Die Freiwillige Feuerwehr Königsbrunn zählte am 31. Dezember 1969 182 Mitglieder. Vorstand Meier ging in seinem Jahresbericht auf einige Ereignisse des vergangenen Jahres gesondert ein. Er erwähnte den Besuch der Gründungsfeste in Gersthofen, Schwabmünchen und Mering. Sein Dank galt allen aktiven Wehrmännern für Ihre aufopfernde Tätigkeit in den vergangenen zwölf Monaten.

Kommandant Bürkle befasste sich in seinem Jahresbericht mit den technischen Einzelheiten. Er lobte die große Beteiligung der Wehrmänner an den verschiedenen Einsätzen. Sein besonderer Dank galt den Mitgliedern der Seniorengruppe, die heute noch, trotz ihres Alters, regen Anteil am Geschehen innerhalb der Wehr nehmen und auch bei vielen Einsätzen zur Stelle sind. Über die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Feuerwehr wußte der Kommandant nur Gutes zu berichten. In der Angelegenheit Feuerwehrhaus mußte Bürkle leider feststellen, daß hier bei der modernen Stadtplanung ein Versäumnis eingetreten ist. Sicher wird sich aber in absehbarer Zeit auch hier eine entsprechende Regelung ergeben. Über die schon lange geplante Jugendarbeit berichtete Kommandant Bürkle. Er erklärte, daß es nach Bemühungen des Jugendreferenten Stadtrat Straßmeier gelungen sei, Lehrer Duschek von der Hauptschule Königsbrunn für diese Aufgabe zu gewinnen. Er wird. sich in Verbindung mit Ausbildungsleiter Schröppel der Aufstellung und Ausbildung einer Jugendgruppe widmen. Mit einem Dank an seine Mitarbeiter im Verwaltungsrat schloß der Kommandant seinen Jahresbericht. Oberbrandmeister Schröppel berichtete über die einzelnen Übungen und deren Besuch, der im Durchschnitt 75 bis 80 Prozent betrug.

Dem Kassenbericht von Oberlöschmeister Jung war zu entnehmen, daß die finanziellen Verhältnisse der Wehr geregelt sind. Auch die Revisoren Eberwein und Frisch konnten die mustergültige Kassenführung anerkennen. Kreisbrandinspektor Schuster bedankte sich für die Einladung zur Jahreshauptversammlung. Zu den wehrtechnischen Problemen vertrat der KBI die Ansicht, daß die Zeit nicht mehr fern sei, wo auch in Königsbrunn der Gerätepark erneut vergrößert werden muß und zwar durch Beschaffung einer Drehleiter. Der Ausbildungsstand der Wehr ist, wie die letzte Inspektion eindeutig zeigte, als hervorragend zu bezeichnen.

Bürgermeister Metzner überbrachte der Versammlung die Grüße der Stadtverwaltung. Er erklärte, daß die Freiwillige Feuerwehr, obwohl sie sich Verein nennt; kein Verein in diesem Sinne ist. Sie ist eine Interessengemeinschaft von Männern, die Willens sind, anderen zu helfen. Aber nicht alleine der Wille zu helfen, sondern auch Können ist dazu erforderlich. Dieses Können ist bei den Königsbrunner Wehrmännern vorhanden, wovon er sich bei der letzten Inspektion überzeugen konnte. Ein hervorragender Kommandant, erstklassiges Ausbildungspersonal und kameradschaftliche Zusammenarbeit haben die Wehr zu dem gemacht, was sie heute darstellt. Auch die Stadt versucht, den Wünschen und Anforderungen der Wehr gerecht zu werden. Die beabsichtigte Jugendarbeit soll in vollem Umfang unterstützt werden, denn wer die Jugend hat, hat auch die Zukunft, meinte Bürgermeister Metzner. Mit einem herzlichen Dank für die geleistete Arbeit zum Schutz und Wohl der Bürger schloß Bürgermeister Metzner seine Ausführungen. Abschließend hatte Kommandant Bürkle noch einige Feuerwehrdienstgrade zu ernennen und sechs neuaufgenommene Mitglieder zum Feuerwehrdienst zu verpflichten. Wehrkamerad Josef Miller, der seit 50 Jahren seinen Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr versieht, wurde besonders geehrt. Nachdem noch einige Vereinsangelegenheiten besprochen waren, konnte Vorstand Meier die harmonisch verlaufene Versammlung schließen.

 

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